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Stabile Mengen bei preisbedingt niedrigerem Umsatz - auf diesen Nenner lässt sich die Entwicklung der Westfleisch des vergangenen Jahres ganz grob zusammenfassen. Mit 6,22 Mio. geschlachteten Schweinen, 358 .000 Stück Großvieh (inklusive Schlachtkälbern) und einem Gesamtabsatz an Tonnage von 813 .000 t habe man die Vorjahreszahlen zwar nicht deutlich gesteigert. Über die Wirtschaftskraft eines Unternehmens entscheiden jedoch nicht die Umsatzzahlen, sondern die daraus realisierte Wertschöpfung und letztlich der Gewinn, erklärte Dirk Niederstucke auf der diesjährigen Generalversammlung in Münster. Und hier könne sich die Westfleisch nach wie vor gut sehen lassen, denn trotz des von gut 2,0 auf knapp 1,9 Mrd. € gesunkenen Gesamtumsatzes im Konzern habe der genossenschaftliche Fleischvermarkter einen Jahresüberschuss von 10,6 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 5,3 Mio. €). Das Ergebnis erlaube die Ausschüttung von Dividenden und Sonderboni an die Mitglieder. Je Schwein werden 0,40 €, je Sau 2,00 € und je Ferkel 0,10 € gutgeschrieben, wobei 50 % der Sonderboni an die Vertragsbetriebe ausgezahlt und 50 % als Geschäftsguthaben gutgeschrieben werden. Auf die eingelegten Geschäftsguthaben der Anteilseigner zahlt die Genossenschaft eine Dividende von 4,5 %.
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 Woher kommt das Schnitzel? Ein neues Gütesiegel soll in Österreich Klarheit bringen. Wird das Tier in Österreich geboren, geschlachtet und gemästet, bekommt es künftig einen Stempel. Ein neues Gütesiegel mit dem Namen "Sus" soll ab 2011 mehr Klarheit für Konsumenten und Lebensmittel-Kontrolleure bringen. "Sus" heißt auf lateinisch "Schwein" und wurde in Anlehnung an die Rindfleisch-Kennzeichnung "bos" (lateinisch für Rind) entwickelt.
Das Gütesiegel "Sus" soll das AMA-Gütesiegel ergänzen, für das die Bauern zusätzlich Haltungskriterien einhalten müssen. Aktuell hat das AMA-Gütesiegel bei Frischfleisch einen Marktanteil von rund 20 %, bei Wurst & Co jedoch keine 5 % Marktanteil. „Mit Sus hoffen wir, in einigen Jahren bis zu 50 % Produkte mit kontrollierter Herkunft in Handel und Gastronomie zu haben“, sagt Schweinebörse-Chef Hans Schlederer.
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 Die Öffentlichkeitsarbeit rund ums Fleisch soll verstärkt werden. Die Deutsche Fleischwirtschaft startet mit gemeinsamer Kommunikationsplattform. Organisationen und Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Fleisch haben am 1. Juni mit der Gründung des Vereins „WIR erzeugen Fleisch“ die Basis für eine gemeinsam getragene Kommunikation für Fleisch und Fleischerzeugung geschaffen. Als Informationsbüro soll der Verein stufenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit mit objektiver, fundierter Sachinformation rund um die Erzeugung und den Verzehr von Fleisch gewährleisten. Der Verein betont, dass weder millionenschwere Werbekampagnen noch hochkomplexe Kommunikationsstrategien geplant sind. Vielmehr bereite das Pressebüro Grundlageninformationen rund um das Thema „Fleisch“ auf und stellt sie Unternehmen, Verbänden und Medien zur Verfügung.
Darüber hinaus sollen im Rahmen einer tagesaktuellen Pressearbeit die positiven Seiten der Branche und ihrer Produkte nach vorne gestellt sowie ungerechtfertigte Vorbehalte und falsche Tatsachendarstellungen, wie sie immer wieder zu finden seien, korrigiert werden.
Als Lenkungsgremium wurde ein siebenköpfiger Beirat gewählt und aus diesem Personenkreis ein dreiköpfiger Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde Rudolf Festag, EGO, berufen.
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 Die Vorbehalte gegenüber Raps und Roggen in der Ration nehmen nur langsam ab. Noch immer haben Schweinemäster Vorbehalte, höhere Anteile an Rapsextraktionsschrot und Roggen in der Mastration einzusetzen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat in der LPA Quakenbrück untersucht, wie sich der kombinierte Einsatz dieser Komponenten auf die Leistung und die Futterkosten auswirkt. Dazu hat man Schweine in der Vor-, Mittel- und Endmast mit 5 %, 10 % bzw. 15 % Rapsschrot und 10 %, 30 % bzw. 50 % Roggen in der Ration versorgt. Die Kontrolltiere erhielten nur 50 % der jeweiligen Raps- und Roggenanteile.
Man fand heraus, dass Rapsextraktionsschrot und Roggen in der Ration – auch in höheren Anteilen eingesetzt – durchaus interessant sein können. Denn trotz einer schlechteren Futterverwertung lagen die Futterkosten je 100 kg Zuwachs bei den reichlicher mit Raps und Roggen versorgten Schweinen rund 0,70 € niedriger als in der Kontrollgruppe.
Hier finden Sie den Versuchsbericht in der Originalversion.
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 Ferkel moderner Herkünfte haben einen höheren Lysin-Bedarf. Mit dem Leistungspotenzial wächst bei Tieren der Nährstoffbedarf. Aufgrund der in den letzten Jahren stark angestiegenen Zunahmen rät die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE), Ferkelfutter mit höheren Aminosäurengehalten auszustatten, als es die bisherigen Empfehlungen vorgeben.
Dazu führte das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp einen Fütterungsversuch mit insgesamt 480 Ferkeln durch. Das Aufzuchtfutter II der Kontrollgruppe war mit 1,15 % Bruttolysin ausgestattet, was einem Lysin-Energie-Verhältnis von 0,85 g Lysin je MJ ME entspricht. Das Aufzuchtfutter II der Versuchsgruppe verfügte mit 1,25 % über einen höheren Bruttolysingehalt. Dieser kommt einem Lysin-Energie-Verhältnis von 0,93 g je MJ ME gleich. Methionin/Cystein, Threonin und Tryptophan wurden an der Leitaminosäure Lysin ausgerichtet.
Ergebnis: Die höher mit Aminosäuren versorgten Tiere nahmen vor allem gegen Ende der Aufzucht schneller zu als die Tiere der Kontrollgruppe. Auch die Futterverwertung war tendenziell besser. Daher empfehlen die Forscher einen Bruttolysingehalt im Futter von mindestens 0,9 g je MJ ME, damit Ferkel ihr genetisches Wachstumspotenzial ausschöpfen.
Den Versuchsbericht als Langversion zum Download finden Sie hier.
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