 Lebend geborene Ferkel sind in der Regel schwerer als tot geborene.
Die Austreibungszeit und der Zustand der Nabelschnur haben großen Einfluss darauf, ob ein Ferkel lebend oder tot geboren wird. So fand die Fachhochschule Bernburg in einem Versuch mit 280 Abferkelungen Folgendes heraus:
Lebende Ferkel werden im Schnitt 20 Minuten nach vorherigem Wurfgeschwister geboren. Bei tot geborenen Ferkeln verlängert sich das Zeitintervall auf 30 Minuten.
Bei 2/3 aller tot geborenen Ferkel war die Nabelschnur bereits gerissen.
Ab dem 13. Ferkel nimmt der Anteil Totgeburten sehr stark zu.
Schlussfolgerung: Insbesondere bei großen Würfen lässt sich durch den Einsatz geschulter Ferkelwachen die Anzahl tot geborener Ferkel reduzieren.
Interessieren Sie sich für Einzelheiten des Versuchs? Dann finden Sie hier den Originalbericht in der Zusammenfassung, oder laden Sie sich die komplette Dissertation als PDF herunter.
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 AutoFOM-Gerät Äußerlich unverändert geht das AutoFOM in die dritte Generation. Das Prinzip der Ultraschallmessung ist geblieben, durch höhere Messdichte und -tiefe können jedoch noch präzisere Daten zur Klassifizierung von Schlachtkörpern gewonnen werden. Dies wird im Zerlegeversuch des Max-Rubner-Instituts bestätigt. Der mit dem AutoFOM III-Modell geschätzte Muskelfleischanteil ist sehr viel genauer als der nach bisherigen Verfahren geschätzte.
Bei AutoFOM III werden Daten von 250 MB in 2,5 Sekunden verarbeitet und gespeichert. So wird der gesamte Schlachtkörper vermessen und nicht nur ein Fenster von 1 m. Verzerrungen und Fehlmessungen sollen weniger häufig auftreten. Auch lassen sich neue Schätzwerte für z.B. Hautdicke, Lachsvolumen oder Schlachtkörperlänge ableiten, die auch für die Zucht interessant sein können.
Deutschlandweit sind derzeit 26 AutoFOM-I-Geräte zur Schlachtkörperklassifizierung im Einsatz. Drei Viertel aller in Deutschland geschlachteten Schweine werden damit eingestuft. Sobald die Zulassung für das neue Modell erfolgt, wollen die Schlachtereien damit beginnen, erste Geräte auszutauschen. Drei Geräte der dritten Generation sind bereits bei Westfleisch, Vion und bei Tönnies im Probeeinsatz.
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 Beim Einflößen der Milch ist ein spezieller Handgriff hilfreich. Bei hohen Wurfleistungen können Sauen häufig nicht mehr alle geborenen Ferkel ausreichend mit Milch versorgen. Oder einzelne Tiere sind direkt nach der Geburt zu schwach, sich selbständig am Gesäuge der Mutter zu bedienen. Dann kann der Landwirt die lebensschwachen Ferkel mit Extramilch aus der Flasche versorgen.
Bei der Milchgabe hat sich ein spezieller Griff bewährt: Dabei umschließen Daumen und Mittelfinger des Landwirts den Ferkelkopf. Automatisch lässt das Ferkel in dieser Haltung den Körper entspannt herunter hängen.
Den Zeigefinger schiebt der Landwirt vorsichtig ins Maul, so ist das Ferkel gezwungen, den Mund geöffnet zu halten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zunge des Tieres unter dem Finger liegt. Nur so kann es problemlos abschlucken.
Wie Landwirt Arne Jordans aus Xanten das genau macht, sehen Sie hier im Video.
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 SUS-Futterkarte für säugende Sauen Säugende Sauen sollten möglichst viel Futter aufnehmen. Allerdings kann die Sau nicht von heute auf morgen von 2 kg auf z. B. 7 kg Tagesration umschalten. Dafür braucht sie sieben bis zehn Tage Zeit. Deshalb ist die Ration in der ersten Woche nach der Geburt täglich nur um 0,5 bis 0,7 kg zu steigern. Einige Betriebe setzen am vierten oder fünften Tag nach dem Abferkeln sogar die Steigerung aus, um nicht zu schnell zu hohe Mengen vorzulegen.
Um den Überblick zu behalten, arbeiten einige Betriebe mit Futterkarten. SUS bietet eine solche als Kopiervorlage im Internet an. Auf diese Karte werden morgens und abends die Futtermengen kumulativ auf den dafür vorgesehenen Säulen eingetragen. Die Aufzeichnungen dienen zur Eigenkontrolle. In größeren Betrieben werden die Karten aber auch eingesetzt, um die Mitarbeiter zu animieren, die Steigerungen genau nach Futterkurve vorzunehmen.
Weitere Tipps: Neben dem kontrollierten Anfüttern der Sauen nach der Geburt ist es wichtig, die Kondition der Jung- und Altsauen von Anfang an zu optimieren. Zudem müssen Wasserversorgung und -qualität sichergestellt sein. Denn Wasser ist der wichtigste Nährstoff. Auch sollten die Sauen spätestens fünf Tage vor der Geburt in den Abferkelbereich umgestallt und auch managementseitig auf die Geburt vorbereitet werden.
Die Vorlage können Sie hier herunterladen.
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 Trendwende beim Sauenbestand in Niedersachsen Erstmals nach drei Jahren hat der Sauenbestand in Niedersachsen wieder leicht zugelegt. Nach der letzten Viehzählung von Anfang Mai standen 575.000 Muttertiere in den Ställen und damit 19.000 mehr als im Vorjahr. Von 2007 bis 2009 hatte sich der Sauenbestand von 627.000 Tieren kontinuierlich bis auf 556.000 verringert, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemitteilung.
Diese Entwicklung nach oben gilt für die ehemaligen Kammergebiete Hannover und Weser-Ems gleichermaßen. Erhebliche Unterschiede gibt es aber nach wie vor in der Größe der Bestände. Sie liegen in Hannover im Durchschnitt bei 137 Tieren, in Weser Ems bei 175.
Der gesamte niedersächsische Schweinebestand (Sauen, Ferkel und Mastschweine) nahm dagegen ab. Die Statistik weist einen Rückgang um 50.000 Tiere bzw. 0,6 Prozent auf 8 Mio. aus. Während im ehemaligen Kammergebiet Hannover ein Plus von 43.000 Tieren festgestellt wurde, nahm in der Schweinehochburg Weser-Ems der Bestand um 93.000 Schweine ab.
Niedersachsen hält unverändert einen Anteil von 30 Prozent am deutschen Schweinebestand und erzielt ein Viertel seiner landwirtschaftlichen Verkaufserlöse aus diesem Produktionszweig. Hochburgen der niedersächsischen Schweinehaltung sind Südoldenburg, das Emsland und Osnabrück. Auf das Weser-Ems-Gebiet entfallen mit aktuell 5,2 Mio. Tieren zwei Drittel des niedersächsischen Schweinebestandes. |
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